Sicher auf den Beinen

Sport und Bewegung fördern die Lebensfreude und die Gesundheit älterer Menschen. Bewegung verhindert den Verlust der Unabhängigkeit oder zögert ihn zumindest hinaus. Ältere Menschen sollen sich auch dann bewegen, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, alle Bewegungen überall auszuführen.

Sicher stehen – sicher gehen

Bewegung für Senioren: Kraft- und Gleichgewichtstraining werden noch wichtiger.

Sport und Bewegung fördern die Lebensfreude und die Gesundheit älterer Menschen. Bewegung verhindert den Verlust der Unabhängigkeit und die Hilfsbedürftigkeit oder zögert diese zumindest hinaus. Ältere Menschen sollen sich auch dann bewegen, wenn sie eingeschränkt und nicht mehr in der Lage sind, alle Bewegungen überall auszuführen.

Menschen stürzen in jedem Alter. Sie stolpern oder verlieren das Gleichgewicht, weil sie in ihren Gedanken weit weg sind. Im Alter kommen Stürze allerdings häufiger vor und haben oft schwerwiegende Folgen. Knochenbrüche und langwierige Heilungsprozesse bedeuten oft den Verlust der Selbständigkeit. Eine kräftige und stabile Muskulatur kann diese Unfälle verhindern.

Durch gezieltes Kraft- und Gleichgewichtstraining bleibt man länger selbstständig.

Tipps für Ihre Sicherheit

Allgemein

  • Besuchen Sie Ihren Optiker oder Augenarzt regelmässig. Wer Hindernisse scharf sieht, kann ausweichen.
  • Trainieren Sie Ihre Muskulatur. Das fördert nicht nur Kraft, sondern auch Gleichgewicht und Koordination und führt somit zu mehr Sicherheit.

Hier finden Sie unser Übungsprogramm:

In der Wohnung

  • Vermeiden Sie unnötige Stufen oder Absätze und lassen Sie keine Gegenstände auf dem Boden herumliegen.
  • Achten Sie darauf, dass alle Teppiche flach aufliegen und nicht wegrutschen.
  • Sorgen Sie für ausreichend Licht in der Wohnung. Dazu gehört auch die Beleuchtung von Gängen und Treppen.
  • Benutzen Sie das Treppen-Geländer oder stützen Sie sich an der Wand ab. Achtung beim Abstützen auf Möbeln –  diese können unverhofft wegrutschen.

Draussen und unterwegs

  • Tragen Sie gute Schuhe, die passen und der Umgebung entsprechen.
  • Setzen Sie sich bei Müdigkeit kurz hin und trinken Sie etwas. Flüssigkeitsmangel kann zu Stürzen führen.

Im folgenden Kurzfilm berichten Bündner Seniorinnen und Senioren, was der Gangsicherheits-Kurs bei ihnen ausgelöst hat.

 

Schwerwiegende Folgen

Rund ein Drittel der über 65-jährigen stürzt jährlich mindestens einmal. Oft kommt es dabei zu Knochenbrüchen – am meisten gefürchtet ist die Oberschenkelhalsfraktur. Neben den hohen Kosten, die im Gesundheitswesen anfallen, bedeuten die Folgen eines Sturzes für die Betroffenen oft eine starke Einbusse der Lebensqualität. Nach einer Oberschenkelhalsfraktur sind rund 40% der Betroffenen auf einen Pflegeheimplatz angewiesen. Bei etwa 25% führen die Folgen des Bruchs innerhalb eines Jahres sogar zum Tod.

Gemeinsam vorbeugen

Im März 2016 ist «Gemeinsam Stürze vorbeugen» gestartet. Das Projekt wird in den beiden Pilotregionen Chur und Prättigau durchgeführt und dauert bis Ende 2017. Das Ziel ist, Stürze zu verhindern und dadurch das Leid der Betroffenen und die Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren. Die Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention des Gesundheitsamtes Graubünden leitet das Projekt. Folgende Fachpersonen und Institutionen spielen dabei eine wichtige Rolle: Ärzteschaft, Spitäler, Spitex, Physio- und Ergotherapeut/-innen sowie Kursleitende von Bewegungsangeboten. In einem ersten Schritt wird die Kommunikation zwischen den involvierten Personen und Institutionen optimiert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert. An gemeinsamen Weiterbildungsveranstaltungen wurden die Teilnehmenden darauf sensibilisiert, Sturzrisiken früh zu erkennen, weiter zu melden und – wo möglich – präventive Massnahmen zu ergreifen. Im Fokus steht aber die Motivation von älteren Personen, im Sinne eines Aufbautrainings selber aktiv zu werden. Helfen Sie mit, handeln lohnt sich!

Allgemeine Empfehlungen und weitere Informationen finden Sie hier: Bewegungstipps